1. Navigation und Organisation
Areas
Das Blender Interface besteht aus Areas. Jedes Area kann einen der vielen Editoren beherbergen:

Die erste große Challenge für jeden Anfänger ist es, Areas aufzuziehen und zu schließen.
Zum Aufziehen eines Area: mit der Maus in eine der vier Ecken einer Area gehen (Cursor wird zum Kreuz), klicken und in die bestehende Area ziehen:

Zum schließen einer Area, ebenfalls in einer Ecke klicken, dann aber in die angrenzende Area ziehen.
Ein paar Area-Layouts sind als Workspaces vordefiniert und werden in den Tabs ganz oben dargestellt:

Viewport Shading
Die graue Ansicht im Viewport ist die standardmäßige Einstellung (Default Setting). Über sog. Overlays lässt sich mehr Information nutzerfreundlicher darstellen. Die Farbe der dargestellten Szene, lässt sich im Menü Viewport Shading kontrollieren:

Szene aufräumen: Outliner und Collections
Mit dem Outliner bekommen wir schnell einen detaillierten Überblick über die Szene.
Hier können Objekte in Collections organisiert werden:

Sieh dir die Dokumentation an, um einen Eindruck vom Funktionsumfang des Outliner zu bekommen.
In der Küchenszene sind alle Objekte und Collections ähnlich nichtssagend benannt. Hier muss aufgeräumt werden.
Selektiere alle Objekte einer Art (z.B. alle Tassen) und sortiere sie in eine eigene Collection. Wähle eine Collection für die Objekte aus oder erzeuge einen neue mit dem Move to Collection Menü (M) im Viewport:

Tipp: verstecke die erzeugten Collections über den Outliner, so dass sich die Szene im Viewport langsam leert:

Objekte können in mehreren Collections sein. Dieses vorerst wahrscheinlich verwirrende Feature wird später mit den sog. Data-Blocks vertieft.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Versuche herauszufinden, wie du über den Outliner eine leere Collection erstellen kannst.
Finde die Dokumentation zum Outliner in der Blender Manual.
Finde heraus, wie ein Objekt in mehreren Collections sein kann.
Linke ein Objekt in zwei Collections.
Lösche eine Collection wieder. Was passiert mit dem Objekt?
Was passiert, wenn du das Objekt löschst?
Tipps zum Selektieren
Bis hier hast du wahrscheinlich auf Objekte mit LMB und SHIFT+LMB geklickt, um sie der Selektion hinzuzufügen.
Ein zweiter Klick auf ein Objekt sollte es wieder deselektieren.
Dies kann aber dann zu Problemen führen, wenn mehrere Objekte unter der Maus sind.
Daher nutze ich gerne zusätzlich den Box Select Modus (B im Viewport).
In diesem Modus wird mit LMB selektiert und MMB deselektiert.
Oft möchte man alle Objekte deselektieren um clean zu starten. Hierfür eignet sich die Select all (A) und Select None (ALT-A).
Einen Überblick findest du im Select Menü:

Szene aufräumen: Objektnamen
Collections und Objekte können beliebige Namen haben.
Szene aufräumen: Nested Collections
Der Outliner funktioniert wie eine Ordnerstruktur in einem File-Explorer und kann ebenso per Drag-and-Drop organisiert werden.
Kontext: Objekte in Viewport und Outliner fokusieren
Blender ist voller Keyboard-Shortcuts. Diese sind jedoch kontextabhängig (Context).
Der Kontext in dem sich Blender befindet, wird dadurch bestimmt, über welchem Area sich der Mauszeiger befindet.
Selektiere ein oder mehrere Objekte im Viewport.
Fokusiere mit der Frame Selected Funktion:
Entweder über das View-Menü, oder (mit der Maus im Viewport) mit der Taste , auf dem NumPad:

Wer genau hinschaut erkennt, dass es ebenfalls eine Frame All Funktion im View-Menü gibt. Probiere zwischen Frame Selected und Frame All mit der Tastatur hin und her zu wechseln.
Nebenbemerkung: Quick Favorites
Mit der rechten Hand auf der Tastatur zum Numpad greifen, kann etwas umständlich sein. Eine Alternative wäre, den Funktionen einen neuen Shortcut zu geben. Noch besser ist aber das Quick Favorites Menü!
Mit einem RMB-Klick auf einen Menüeintrag lässt sich eine Funktion den Quick Favorites hinzufügen. Die Quick Favorites werden dann im Viewport mit Q aufgerufen.
Blender versucht, Funktionen kontextübergreifend beizubehalten.
So ist die Frame Selected Funktion auch im Outliner mit den selben Shortcuts verfügbar (leider nicht mit den Quick Favorites).
Selektiere Objekte im Viewport und fokusiere sie im Outliner mit ,
Active und Selected
Wenn mehrere Objekte selektiert sind, welches Objekt wird dann im Outliner fokusiert?
Wenn wir genau hinsehen, hat das als letzte selektierte Objekt eine hellere Umrandung (Outline), und wird auch im Outliner heller hervorgehoben. Alle selektierten Objekte (auch das letzte), gehören zur Gruppe der Selected Objects.
Zusätzlich kann ein Objekt aus dieser Gruppe als Active Object hervorgehoben werden.
Diese Funktion hat an vielen Stellen Vorteile, wie wir nach und nach sehen werden.
Kombiniert mit Frame Selected sehen wir, dass im Outliner immer das Active Object fokusiert wird.
Tipp: Genaues Selektieren
Wenn viele Objekte übereinander liegen, ist es oft schwer genau zu selektieren.
Ein Klick mit ALT+LMB öffnet eine Liste mit allen Objekten die unter der Maus sind:

Szene speichern
Es passiert selten, aber Arbeitsdateien können kaputt gehen. Manchmal möchte man auch einfach nur zurück zu einem alten Stand der Arbeit. Speicherplatz ist günstiger als Arbeitszeit.
Deshalb: immer Versionen speichern!
Am besten geht das in Blender mit der Save Incremental Funktion:

Speichere deine Szene an einem (sicheren) Ort, welchen du auch wieder findest. Nutze hierzu zuerst einmal die Save as Funktion!
Probier dann gleich Save Incremental aus und beobachte den Dateinamen.



















